Scalian, eine Gruppe von Spezialisten

AIRMES – Flottille heterogener kooperierender Drohnen

Die Überwachung der Infrastrukturen (Stromnetz, Schienennetz) zählt zu den Prioritäten der Industrieunternehmen. Die derzeit eingesetzten Überwachungslösungen (menschliche Kontrolle, Sensoren, mit Hubschraubern) sind zwar effizient, können aber in Sachen Kosten, Messpräzision und Personensicherheit optimiert werden. Die Durchführung von Kontrollen mit Hilfe von Drohnen als nicht intrusives und nicht kapazitäres System, ohne Auswirkung auf den Betrieb, wird dieser Problematik teilweise gerecht, aber die pilotenferngesteuerten Luftfahrtsysteme stoßen aufgrund ihrer Single-Task-Auslegung oft an ihre Grenzen und ihre geringe physische und Entscheidungsautonomie schmälert das Interesse ihrer Nutzung. Durch den Einsatz einer Flottille heterogener Drohnen ist es möglich die Besonderheiten jedes Luftfahrzeugs zu nutzen und zu kombinieren, um präzise Aufgeben sicher zu erledigen (komplexe oder Multi-Task-Aufgaben).

Die derzeit entwickelten Lösungen, um unterschiedliche Drohnen gleichzeitig kooperieren zu lassen, sind nicht optimiert. Es handelt sich um drohnenspezifische und nicht modulare Lösungen und die Kommunikation zwischen den Drohnen ist nicht optimal. Das AIRMES Projekt zielt auf eine Lösung dieser Problematik ab, indem es eine modulare Softwarearchitektur zur Koordination einer Flottille heterogener Drohnen entwickelt, die im Rahmen einer gleichen Mission kooperieren. Die Besonderheit der Lösung beruht in der Verwaltung der Organisation in Form von Gruppen und Rollen, nach einem Baukastenprinzip, das sie mit allen Typen von Drohnen kompatibel macht, aber auch in der Kommunikation zwischen den Luftfahrzeugen, mit der die Kooperation erleichtert und gleichzeitig die Sicherheit und die Zuverlässigkeit der Einsätze beispielsweise durch Redundanz verbessert wird. Im weiteren Sinne bietet dieses Projekt Lösungen zur Erleichterung der Boden/Luft/Wasser-Kooperation zwischen verschiedenen Typen von autonomen Land-, Luft-, Über- und Unterwasserfahrzeugen. Mit dem Ziel einer generischen Anwendbarkeit und der Öffnung auf unterschiedliche Märkte und um die Bedürfnisse, die Lösungen und die Versuche im Zusammenhang mit der Lösung besser auszuleuchten, wird das Konsortium durch einen externen Expertenausschuss unterstützt, in dem Hersteller, Anbieter, Industrieunternehmen, Wissenschaftler und Auftraggeber vertreten sind.

Vorteile und Perspektiven

Dieses Projekt wird die Entwicklung in verschiedenen französischen Regionen (Großraum Paris, Südfrankreich, Nordfrankreich) einer auf die Kooperation von Drohnenflottillen spezialisierten Branche sowie eines Kompetenzclusters für Überwachung der Infrastrukturen und Risikomanagement mit Hilfe der entwickelten Technologie ermöglichen. Mit zahlreichen Akteuren und möglichen Anwendungen stehen diese Regionen im Mittelpunkt der Aktivität mit Drohnen. Die bereitstehenden Kompetenzen und Mittel eröffnen interessante wissenschaftliche Perspektiven, wie beispielsweise auf folgenden Gebieten:

  • Entscheidungsautonomie von Drohnen
  • Kommunikation zwischen Drohnen
  • Modularität der Softwarearchitekturen
Projektträger EUROGICIEL
Industriepartner SNCF, EDF, AERO SURVEILLANCE, EUROGICIEL
Forschungspartner HEUDIASYC UTC/CNRS
Budget 3 003 K€
Labelling 2014, Pôles I-Trans, Astech, Mer Méditerranée et Pégase
Öffentliche Kofinanzierungsstellen FUI 20, 2015 – BPI, CR PACA, CG83, TPM
Kontakt airmes@eurogiciel.fr