Scalian, eine Gruppe von Spezialisten
projet lighthouse

Projekt LightHouse, auf dem Weg zu einer Leuchtturm-App?

Haben Sie schon einmal die Situation erlebt, dass Sie einen Gegenstand gesucht haben und ihn partout nicht finden konnten? Nun stellen Sie sich vor, Sie könnten die Dinge um Sie herum nicht sehen. Was würden Sie davon halten, wenn Sie Ihr Smartphone – wie Aladin den Geist aus der Flasche – bitten könnten, den Gegenstand für Sie zu suchen?
Unsere Ingenieure haben sich diese scheinbar triviale Frage gestellt und versucht, sie mit der Entwicklung der Smartphone-App LightHouse zu beantworten.

Technologie für jedermann

Wer hat nicht schon einmal seine Schlüssel verlegt oder gedankenlos etwas an eine Stelle gelegt und ein paar Minuten, Stunden lang danach gesucht?

Für einen Menschen, der sehen kann, ist das eine unnötige, ärgerliche Zeitverschwendung. Für einen sehbehinderten Menschen ist das eine ganz andere Herausforderung.
Menschen mit Sehbehinderung nutzen ihr Gedächtnis, um dieses Problem zu lösen und ihre Alltagsgegenstände (Schlüssel, Brieftasche usw.) zu finden.

Mit zunehmendem Alter wird das Gedächtnis schlechter. Dadurch fällt es ihnen immer schwerer, sich zu erinnern, wo sie diese Gegenstände hingelegt haben.

Unsere Ingenieure und Forscher, die selbst gerne möglichst wenig Zeit mit der Suche nach verlorenen Gegenständen verlieren möchten, haben sich mit diesem Problem auseinandergesetzt. Sie haben sich die Frage folgendermaßen gestellt: Was wäre, wenn wir eine intelligente App entwickeln könnten, mit der jeder einen Gegenstand finden kann, indem er einfach sein Smartphone fragt?

lighthouse app

Einen echten Bedarf befriedigen

Damit die App für alle von Nutzen ist, beschloss unser Team, sich an Menschen zu wenden, für die diese App ein echter Vorteil im Alltag wäre, nämlich an sehbehinderte Menschen.
In Frankreich haben 1,7 Millionen Menschen Sehprobleme. Nach Angaben der WHO wird sich die Anzahl der Sehbehinderten bis 2050 verdoppeln. Heute sind 90 % aller Menschen über 65 Jahre sehbehindert. Es ist an der Zeit, etwas zu tun!

Leichter gesagt als getan?

Die Prämisse lautete also: Einen verlorenen Gegenstand mit einer einfachen Frage per Sprache an das Smartphone wiederfinden. Um dies zu erreichen, zerlegte das Team das Problem in seine Einzelteile … Dank der einzelnen Fachgebiete der verschiedenen Teammitglieder konnten Lösungsansätze entwickelt werden, die zum ersten Prototyp der App mit dem Namen LightHouse (der Leuchtturm, q.e.d.) führten.

Wie funktioniert diese App?

Beim Aufrufen der App LightHouse wird diese ausgeführt und bittet den Benutzer über einen Sprachgenerator, den gesuchten Gegenstand zu benennen.

Die Spracherkennung gibt dann den Namen des Zielobjekts ein und leitet eine Suche in der Umgebung des Benutzers ein.

Der Benutzer erhält eine Anleitung, wie er sein Smartphone richtig halten soll, um die Umgebung zu scannen und damit die Smartphone-Kamera optimal ausgerichtet ist.
Das Scannen wird beendet, sobald das Zielobjekt erkannt ist. Der Benutzer wird mit einem Vibrieren/Piepton darüber informiert. Dann wird er wie mit einem Radar bis zum gesuchten Gegenstand geführt.

Wird der Gegenstand nicht gefunden, gibt die App keinerlei zeitliche Beschränkung der Suche durch den Benutzer vor. Dieser hat „unendlich“ viel Zeit, um seinen Gegenstand in der restlichen Wohnung zu finden.

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Wenige Worte, große Wirkung

Bisher funktioniert die App LightHouse auf dem PC, um dessen Rechenleistung zu nutzen. Sie wird derzeit unter Android entwickelt. Die ersten Benutzertests sind im Gange und sollten eine Inbetriebnahme der App im Frühjahr 2020 ermöglichen.

Sehbehinderte Menschen werden nicht die einzigen potenziellen Benutzer der App sein. Das Programm eignet sich auch für Menschen mit Gedächtnis- oder Konzentrationsproblemen.
Senioren und Menschen mit Alzheimer können in LightHouse ebenfalls eine Hilfe finden. Zumindest arbeitet das Team auch an diesen Möglichkeiten.

Und wie geht es weiter?

Dieser technologische Baustein, der auf einer sprachgesteuerten API (für die Speech-to-Text- und die Text-to-Speech-Übersetzung) ohne Internetverbindung und auf den konvolutiven neuronalen Netzen zur Objekterkennung basiert, eröffnet viele Nutzungsperspektiven.
Und das Team sucht ständig nach neuen Ideen. Es arbeitet bereits an Projekten zur Anpassung des Systems und der Technologien an sehr unterschiedliche Nutzungskontexte.

Gegenwärtig wird ein Einsatz dieser App und ihrer vielversprechenden Dienste für öffentliche Behörden untersucht.

Equipe projet LightHouse

Wer sind unsere Ingenieure?

Sie sind natürlich großartige, aber auch sehr kompetente Menschen. Dieses kleine agile Team umfasst einen Product Owner: Clement, der Jüngste im Team, 2 Datascientists / Entwickler – Ala, Shopping Queen in ihrer Freizeit und Ouassim, unser Feinschmecker. Sowie eine Projektleiterin/Scrum Master: Elsa, auch die „Schneekönigin“ genannt. Aymeric, Vertriebsleiter mit unzähligen Stärken und Paul, auch Lord oder Sir Paul genannt, technischer Leiter, haben sich mit den richtigen Personen umgeben, um das Projekt aufbauend auf der Idee von Frédéric, Berater, zu realisieren. Zu diesem Team kommen auf Ad-hoc-Basis neugierige und technikbegeisterte Ingenieure wie Khalid hinzu. Sie alle haben eines gemeinsam: die Freude an der Forschung und eine gewisse Vorliebe für komplexe Themen.